KI in Logistik & Spedition

    KI in der Logistik: Aufträge erfassen, ohne sie abzutippen.

    KI in der Logistik bezeichnet Systeme, die eingehende Transportaufträge, Frachtpapiere und Statusmeldungen aus E-Mails, Portalen und Scans automatisch auslesen, dem richtigen Vorgang zuordnen und als geprüften Entwurf im Transportmanagementsystem bereitstellen. Die Disposition kontrolliert und gibt frei, statt jede Sendung von Hand einzutippen.

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    Anbindung an Ihr TMS oder ERPGefahrgut und Zoll bleiben manuellDSGVO-konform, Server in Deutschland/EUØ 4 Wochen bis Go-Live (Erfahrungswert)
    Das Problem in der Disposition

    Vier Kanäle, ein Vorgang — und dazwischen Ihre Leute.

    In der Spedition kommt fast nichts strukturiert herein. Wer kein EDI mit dem Auftraggeber hat, bekommt dieselbe Sendung in vier Formaten — und jemand muss daraus einen Vorgang machen.

    Aufträge per E-Mail

    Freitext im Mailtext, Excel im Anhang, PDF vom Kunden — jeder Auftraggeber schickt es anders.

    Kundenportale

    Exporte aus fremden Portalen, die niemand direkt ins eigene System übernehmen kann.

    Frachtpapiere als Scan

    Frachtbriefe, Lieferscheine und Ablieferbelege, oft schräg fotografiert oder handschriftlich ergänzt.

    Telefon und Zuruf

    Die kurzfristige Änderung, die auf einem Zettel landet und abends noch eingetippt werden muss.

    Mittelständische Speditionen bearbeiten je nach Größe zwischen 50 und mehreren hundert Aufträgen pro Tag, oft mit drei bis fünf Dokumenten je Auftrag.

    Was wir übernehmen

    Vom Posteingang in die Dispo-Liste.

    Alle Kanäle laufen in einer gemeinsamen Vorerfassung zusammen. Was eindeutig ist, wird vorbereitet. Was unklar oder kritisch ist, geht an einen Menschen.

    Sendungsdaten aus dem AuftragAbsender, Empfänger, Termin, Gewicht, Maße und Ladungsträger werden ausgelesen und dem Vorgang zugeordnet — auch wenn sie im Fließtext stehen.
    Statusmeldungen und AviseRückmeldungen und Avise laufen in dieselbe Vorerfassung, statt in einem zweiten Postfach zu versanden.
    Kritische Felder bleiben manuellGefahrgut, Zolltarifnummern und Zollwerte werden nie automatisch übernommen, sondern immer vorgelegt.
    Unklares wird markiert, nicht geratenSchlecht lesbare Positionen landen mit Hinweis in einer Prüfliste. Ein Mensch entscheidet, das System rät nicht.
    Arbeitsplatz in der Disposition mit Monitoren, Ablagefach und TastaturSymbolbild

    Die Disposition arbeitet aus einer Liste statt aus vier Postfächern.

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    Wo wir bewusst bremsen

    Gefahrgut und Zoll werden nicht automatisiert.

    In der Logistik gibt es Felder, bei denen ein Fehler nicht Zeit kostet, sondern ein Bußgeld, eine Haftung oder einen Standschaden. Solche Angaben behandeln wir strenger als den Rest.

    Immer zur Prüfung vorgelegt

    Gefahrgutkennzeichnung, Zolltarifnummern und Zollwerte werden nie automatisch übernommen — sie erscheinen markiert in der Prüfliste.

    Unsicher heißt: markiert

    Bei schlecht lesbaren Scans oder Handschrift rät das System nicht, sondern weist auf die unklare Stelle hin. Ein Mensch entscheidet.

    Alles nachvollziehbar

    Jeder Schritt ist protokolliert: Was wurde erkannt, was vorgeschlagen, wer hat freigegeben. Wichtig für Reklamationen und Audits.

    Für wen sich das eignet

    Wann sich KI in der Spedition rechnet — und wann nicht.

    Diese Punkte sollten weitgehend zutreffen, sonst lohnt sich der Aufwand nicht:

    Spedition, Transport, Kontraktlogistik oder Lager mit eigenem Auftragseingang

    20 bis 250 Mitarbeitende, davon ein spürbarer Anteil in Disposition und Abwicklung

    Ein TMS, ERP oder eine Branchenlösung mit Schnittstelle

    Täglich mindestens rund 30 Aufträge über unstrukturierte Kanäle

    Auftraggeber, die Daten in eigenem Format statt über EDI schicken

    Wenn Sie mit Ihren größten Auftraggebern bereits vollständig über EDI angebunden sind, ist der Hebel kleiner — dann lohnt sich der Blick eher auf die Auftraggeber ohne EDI. Auch das sagen wir Ihnen ehrlich.

    Häufige Fragen

    KI in Logistik und Spedition: die Fragen aus der Praxis.

    Was bringt KI in der Logistik konkret?

    KI in der Logistik übernimmt vor allem die Erfassung eingehender Aufträge und Dokumente: Transportaufträge, Avise, Lieferscheine und Frachtbriefe werden ausgelesen, dem richtigen Vorgang zugeordnet und als Entwurf im Transportmanagementsystem angelegt. Die Disposition prüft und gibt frei, statt jede Sendung von Hand zu erfassen. Das ist der Prozess, in dem in Speditionen die meiste Zeit gebunden ist.

    Ab wann lohnt sich das für eine Spedition?

    Als Orientierung: Sobald täglich mehr als etwa 30 Aufträge über unstrukturierte Kanäle hereinkommen, wird der Hebel spürbar. Zum Vergleich: Mittelständische Speditionen bearbeiten je nach Größe zwischen 50 und mehreren hundert Aufträgen pro Tag, oft mit drei bis fünf Dokumenten je Auftrag. Entscheidend ist aber nicht die Menge allein, sondern wie viel Zeit ein einzelner Vorgang bindet.

    Unsere Aufträge kommen über Mail, Portal und Telefon gleichzeitig. Geht das?

    Ja, und genau dafür ist das System gedacht. Alle Kanäle laufen in einer gemeinsamen Vorerfassung zusammen: E-Mail-Anhänge, Portal-Exporte, PDF-Frachtbriefe und Telefonnotizen werden ausgelesen und demselben Vorgang zugeordnet. Die Disposition arbeitet danach aus einer Liste statt aus vier Postfächern.

    Müssen wir unser Transportmanagementsystem wechseln?

    Nein. Wir docken an das an, was Sie einsetzen — gängige TMS- und ERP-Systeme oder gewachsene Branchenlösungen mit Schnittstelle. Es gibt keine Migration und keinen Systemwechsel; Ihre Disposition arbeitet in der gewohnten Oberfläche weiter, sie bekommt nur vorbereitete Vorgänge statt leerer Masken.

    Wie geht das System mit unleserlichen oder schlecht gescannten Dokumenten um?

    Es markiert sie, statt zu raten. Erkennt das System eine Position nicht sicher, landet der Vorgang in einer Prüfliste mit Hinweis auf die unklare Stelle — ein Mensch entscheidet. Gerade in der Logistik, wo gescannte Frachtpapiere und Handschrift normal sind, ist das der entscheidende Unterschied zu Systemen, die stillschweigend einen Wert eintragen.

    Was ist mit Gefahrgut, Zoll und anderen kritischen Angaben?

    Solche Felder behandeln wir bewusst strenger. Angaben mit rechtlicher oder sicherheitsrelevanter Wirkung — Gefahrgutkennzeichnung, Zolltarifnummern, Zollwerte — werden nie automatisch übernommen, sondern immer zur Prüfung vorgelegt. Der Zeitgewinn entsteht bei den vielen unkritischen Positionen, nicht dort, wo ein Fehler teuer wird.

    Wo liegen unsere Kunden- und Sendungsdaten?

    Auf deutschen beziehungsweise europäischen Servern (Hetzner/IONOS), self-hosted im Docker-Container, auf Wunsch in Ihrer eigenen Umgebung. Ihre Kunden-, Sendungs- und Preisdaten werden nicht zum Training öffentlicher KI-Modelle verwendet. Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO und Auftragsverarbeitungsvertrag klären wir vor Projektstart.

    Wie lange dauert die Einführung?

    Der Erfahrungswert aus bisherigen Projekten liegt bei rund vier Wochen bis Go-Live. In der Logistik hängt der Zeitbedarf vor allem an der Zahl der anzubindenden Kanäle und an der Qualität Ihrer Stammdaten. Den verbindlichen Zeitplan halten wir vor Projektstart schriftlich fest.

    Ersetzt das unsere Disponenten?

    Nein. Automatisiert wird die Erfassung, nicht die Disposition. Routenentscheidungen, Kundenabsprachen und der Umgang mit Störungen bleiben bei Ihren Leuten — dafür haben sie wieder Zeit, weil das Abtippen entfällt. In einem Markt, in dem Disponenten schwer zu finden sind, ist das der eigentliche Nutzen.

    Wird KI-Beratung für Logistikunternehmen gefördert?

    Grundsätzlich ja. Wir sind beim BAFA für das Programm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ als Berater gelistet, was die Voraussetzung für eine Bezuschussung ist. Der Antrag muss vor Beratungsbeginn gestellt werden — rückwirkend geht nichts. Über die Bewilligung entscheidet allein das BAFA.

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