Was bringt KI im Großhandel konkret?
KI im Großhandel übernimmt vor allem die Auftragserfassung: Bestellungen aus E-Mails, PDF-Stücklisten und Excel-Listen werden ausgelesen, dem richtigen Artikel im Warenwirtschaftssystem zugeordnet und als Auftragsentwurf bereitgestellt. Der Innendienst prüft und gibt frei, statt jede Position abzutippen. Das ist der Prozess, in dem im Großhandel am meisten Zeit gebunden ist — und damit der größte Hebel.
Wie erkennt die KI Artikel, die der Kunde anders benennt?
Über einen semantischen Abgleich gegen Ihren Artikelstamm statt über exakte Textsuche. Wenn ein Kunde „die kurzen INOX-Schrauben“ bestellt und der Artikel bei Ihnen „Sechskantschraube A2 INOX 20 mm“ heißt, findet ein Suchindex mit Volltextsuche nichts — ein semantisches System schlägt den passenden Artikel vor und zeigt an, wie sicher der Treffer ist. Unsichere Fälle gehen in eine Prüfliste, statt falsch gebucht zu werden.
Muss unser Warenwirtschaftssystem dafür ausgetauscht werden?
Nein. Wir docken an das an, was Sie einsetzen — SAP, Microsoft Dynamics, Sage, Xentral oder ein gewachsenes eigenes System mit Schnittstelle. Ihre Systeme bleiben. Wir verknüpfen, was Sie schon haben. Deshalb bleibt der Aufwand für Ihre IT gering, und der Betrieb läuft während der Umsetzung normal weiter.
Ab welcher Belegmenge lohnt sich das im Großhandel?
Als grobe Orientierung: ab etwa 30 unstrukturierten Belegen pro Tag wird der Hebel deutlich spürbar. Entscheidend ist aber nicht die reine Menge, sondern wie viel Zeit ein einzelner Beleg bindet — bei komplexen Stücklisten mit vielen Positionen lohnt es sich früher als bei simplen Einzelbestellungen. Im kostenlosen Prozess-Check rechnen wir das an Ihren echten Zahlen durch.
Bucht die KI Aufträge selbstständig ins ERP?
Nein, und das ist bewusst so gebaut. Das System erstellt ausschließlich Entwürfe; die Freigabe erfolgt durch einen Menschen aus Ihrem Team per Klick. Unsichere Zuordnungen landen in einer Prüfliste, jeder Schritt bleibt protokolliert und nachvollziehbar. Eine Falschbuchung im Großhandel kostet mehr, als die Automatisierung einspart — deshalb gibt es keine Blindbuchung.
Wo liegen unsere Artikel- und Kundendaten?
Auf deutschen beziehungsweise europäischen Servern (Hetzner/IONOS), self-hosted im Docker-Container, auf Wunsch in Ihrer eigenen Umgebung. Ihre Artikelstämme, Kundenkonditionen und Preise werden nicht zum Training öffentlicher KI-Modelle verwendet. Die Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO und der Auftragsverarbeitungsvertrag werden vor Projektstart geklärt.
Wie lange dauert die Einführung im Großhandel?
Der Erfahrungswert aus bisherigen Projekten liegt bei vier bis sechs Wochen pro Prozess bis zum Go-live. Der Zeitbedarf hängt vor allem an der Qualität Ihres Artikelstamms und an der Zahl der anzubindenden Systeme; den verbindlichen Zeitplan halten wir vor Projektstart schriftlich fest.
Was passiert mit dem Wissen unserer erfahrenen Mitarbeiter?
Es wird systematisiert statt verloren. Erfahrene Innendienstmitarbeiter wissen, was ein bestimmter Kunde mit einer ungenauen Bezeichnung meint — dieses Wissen steckt bislang in wenigen Köpfen. Im semantischen Abgleich wird es Teil des Systems und bleibt erhalten, auch wenn diese Kollegen in Rente gehen.